Online-Gefahren wie Datenmissbrauch sind für Kinder genauso groß wie für Erwachsene. Denken Sie nur an Smart Toys wie die Puppen „My Friend Cayla“ oder „Hello Barbie“. Diese Spielsachen sind zum einen smart, weil sie so konzipiert sind, dass sie gemeinsam mit Ihren Kindern lernen und wachsen können. Zum anderen sind sie smart, weil es sich um Geräte handelt, die mit dem Internet verbunden sind.

Es gilt jedoch zu beachten: Viele dieser Spielzeuge haben Datenschutzprobleme. Sie sammeln eine Menge Daten über Ihre Kinder und es ist nicht immer klar, was mit diesen Daten geschieht. Erst vor einigen Jahren führte eine Datenbank des Smart Toy-Herstellers VTech dazu, dass 6,3 Millionen Konten von Kindern kompromittiert wurden. Die Hacker erlangten Zugriff auf Fotos und Chat-Protokolle. Anstatt die volle Verantwortung für diesen Datenverstoß zu übernehmen, führte VTech jedoch neue Nutzungsbedingungen ein, laut denen Eltern die Verantwortung für künftige Datenverletzungen übernehmen müssen.

Wenn Sie also ein Smart Toy für Ihr Kind kaufen, stellen Sie stets sicher, dass es über eine gute Datenschutzrichtlinie verfügt. Geben Sie ausschließlich erforderliche und nie optionale Informationen an. Und schalten Sie das Spielzeug aus, wenn es nicht benutzt wird.

Im Netz werden stets Daten gesammelt

Jeder hat das Recht auf Privatsphäre, insbesondere in der eigenen Wohnung. Sprachassistenten wie Amazon Alexa und Google Home reagieren auf mündliche Anfragen. In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass Gespräche in der Wohnung auch aufgezeichnet wurden. Auch Siri von Apple wurde kürzlich für die Speicherung von Sprachinformationen enttarnt.

Nicht klar ist, was die Unternehmen mit den gespeicherten Daten machen. Zu ihrer Verteidigung behaupten sie, dass sie die Aufzeichnungen nutzen, um die Reaktionsfähigkeit ihrer smarten Sprachassistenten zu verbessern. Aber wir wissen alle: Daten sind ein großes Geschäft. Googles Erfolg beruht auf dem Sammeln und Verkaufen von Nutzerdaten und Werbeflächen, immer auf Grundlage seiner Datenerhebung und -analyse.

Fragen Sie sich daher immer: Wie oft nutzt Ihr Kind solche Technologien? Wie viele Gespräche könnten aufgezeichnet werden? Könnte es sein, dass die Daten gesammelt und anhand von Algorithmen gesichtet werden, um so Rückschlüsse auf die Nutzung von Online-Diensten durch Ihr Kind zu ziehen? Könnte das wiederum seine Online-Erfahrungen prägen, bevor es überhaupt erwachsen ist?

Alle diese Fragen haben langfristige Auswirkungen auf den Online-Datenschutz von Kindern. Der größte Teil der Welt wird durch Datenschutzgesetze geregelt. Geht es jedoch um Amazon, Google, Facebook und Apple, scheinen diese Unternehmen in ihrem eigenen Universum zu agieren.

Daten von Kindern sind sehr gefragt

Gerade für Identitätsdiebe sind die Daten von Kindern wertvoll. Die AARP – eine Organisation in den Vereinigten Staaten, die sich für die Interessen älterer Personen einsetzt – sagt, dass Kinder nicht nur das Ziel von Identitätsdieben sind, sondern dass die Diebstahlraten bei jungen Menschen tatsächlich höher sind als bei Eltern und Erziehungsberechtigten. Sprich: Das weiße, unbeschriebene Blatt eines Kindes hat für einen Dieb größeren Wert als die niedrige Kreditwürdigkeit eines Erwachsenen. Wird die Identität eines Kindes gestohlen, kann es Jahre dauern, bis das Verbrechen überhaupt aufgedeckt wird. Oft passiert dies erst, wenn das Kind erwachsen ist, seine eigene Kreditkarte beantragt oder versucht, einen Kredit aufzunehmen.

Für Eltern gilt es daher vorzubeugen. Nur wenn Sie wissen, welche Gefahren online bestehen, können Sie nach Frühwarnzeichen Ausschau halten und wichtige, persönliche Daten – wenn möglich – geheim halten. Dabei ist es wichtig, Ihre Kinder nicht nur davor zu warnen, Daten weiterzugeben, sondern auch auf Webseiten hinzuweisen, die für Malware prädestiniert sind. Kostenlose Spiele, Musik-Downloads und Promi-Seiten zählen beispielsweise zu den Favoriten von Betrügern, die manipulierte Webseiten einrichten. Dazu kommt: Auch Eltern und Kinder selbst können Kriminellen den Identitätsdiebstahl versehentlich erleichtern. Zum Beispiel indem sie persönliche Daten, die eine Identifikation ermöglichen, in Social Media teilen.

VPN und Kindersicherung sorgen für mehr Schutz

Um sich und Ihre Kinder besser zu schützen, können Sie in eine VPN-Lösung investieren. Diese verschlüsselt Ihren gesamten ein- und ausgehenden Datenverkehr und leitet diesen über einen Server an einen Ort Ihrer Wahl weiter. Ihre IP-Adresse und auch Ihr Standort werden dabei nicht preisgegeben.

BullGuard VPN ist für Kinder besonders einfach und benutzerfreundlich. Sie klicken einfach, um den VPN-Dienst einzuschalten, und können dann sofort lossurfen. Eine Kontrollsoftware bietet Eltern Tools, um das Online-Verhalten ihrer Kinder zu beaufsichtigen. Sie können zum Beispiel überwachen, welche Webseiten ihre Kinder besuchen und welche Apps sie nutzen. Zudem können sie bei Bedarf bestimmte Webseiten und Apps sperren oder veranlassen, dass Webseiten blockiert werden, wenn diese bestimmte Schlüsselwörter enthalten oder unter eine bestimmte Kategorie fallen. Sie können außerdem festlegen, wann und wie lange Ihre Kinder ihre Geräte benutzen dürfen.

BullGuard Premium Protection enthält sowohl eine Kindersicherung als auch einen allumfassenden Identitätsschutz. So können Sie Ihre eigenen Daten, aber auch die Identitätsdaten Ihrer Kinder schützen. Und so beruhigter und sicherer gemeinsam durch das Internet surfen.