Ein Smart TV, der Daten über Ihre Fernsehgewohnheiten an andere Unternehmen weitergibt, eine intelligente Zahnbürste, die Ihren Standort kennt und Audioaufnahmen macht – wissen Sie, welche Daten Ihre Smart Devices sammeln, wie sie verwendet werden und ob sie an Dritte verkauft werden?

Viele Unternehmen lassen ihre Kunden über solche Dinge bewusst im Unklaren. Zwar sind diese Informationen in der Regel durchaus verfügbar, oft aber nur gut versteckt auf den letzten Seiten der Bedingungsanleitung.

Mit folgenden Maßnahmen können Sie Ihre intelligenten Geräte schützen

  • Smart Devices funktionieren üblicherweise mit einer App. Diese können Sie gemäß Ihren Präferenzen einstellen. Oftmals können Sie in den Privatsphäre-Einstellungen steuern, welche Daten gesammelt und übermittelt werden.
  • Wenn Sie ein Smart Device registrieren oder sich für einen bestimmten Service anmelden, sollten Sie am besten ein neues E-Mail-Konto einrichten, das Sie nur für diesen Zweck verwenden. Sie können jeweils verschiedene Namen verwenden, sodass Ihre echten Daten nicht gefährdet sind, falls tatsächlich einmal etwas schiefgeht.
  • Google und Apple ergreifen zunehmend Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre. Ihre beiden Betriebssysteme, Android und iOS, ermöglichen Ihnen mittlerweile mehr Kontrolle darüber, auf welche Daten Smartphone-Anwendungen zugreifen dürfen. Suchen Sie im Einstellungsmenü Ihres Geräts nach diesen Funktionen.

Weitere nützliche Sicherheitstipps

  • Verwenden Sie starke Passwörter: Standardkennwörter von Herstellern sind oft generisch und werden auf zahlreichen Geräten verwendet. Das macht es Hackern leicht, sie zu knacken. Um die Sicherheit zu verbessern, sollten Sie ein starkes, aber dennoch einprägsames Passwort oder eine Passphrase benutzen. Sie sollten dies auch bei Ihrem Router tun.
  • Halten Sie Ihre Software stets auf dem neuesten Stand: Sie sollten Smart Devices regelmäßig updaten. Dadurch werden Funktionen hinzugefügt, die Leistung angepasst, vor allem aber die Sicherheit verbessert. Einige intelligente Geräte werden automatisch aktualisiert – dennoch lohnt es sich, das Gerät oder die Anwendung regelmäßig zu überprüfen.
  • Sprachgesteuerte Smart Devices wie Amazon Echo und Google Home sind anfällig für einen besonders einfachen Hack – dass jemand anderes mit ihnen spricht. Jedoch können Sie über die Alexa-App den Sprachkauf beim Amazon Echo ausschalten oder ein vierstelliges Passwort einrichten, um eine zusätzliche Sicherheitsebene zu schaffen. Für absolute Privatsphäre ziehen Sie den Stecker, wenn Sie Ihren intelligenten Lautsprecher gerade nicht verwenden möchten.
  • Laden Sie den kostenlosen Dojo Intelligent IoT Vulnerability Scanner von BullGuard herunter. Er scannt alle IoT-Geräte, die mit Ihrem Heim-WLAN-Netzwerk verbunden sind, und erkennt, welche die gravierendsten Cybersecurity-Schwachstellen aufweisen. Die für iOS und Android erhältliche App prognostiziert die Wahrscheinlichkeit einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in einem WLAN-Netzwerk, sodass Sie rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen können.