Vor einiger Zeit hat Google einen sogenannten Inkognito-Modus eingeführt. Das erklärte Ziel war, das Surfen im Internet mit dem Chrome-Browser privat zu halten. Doch ganz so ernst war es Google mit der Privatsphäre seiner Nutzer wohl doch nicht. Denn Ende letzten Jahres enthüllte ein Entwickler von Google, dass man auch bei Verwendung des Inkognito-Modus nach wie vor verfolgt werden kann.

Der Inkognito-Modus wurde entwickelt, um Ihre Internetaktivitäten und die von Ihnen besuchten Websites (zumindest teilweise) zu verbergen. Dementsprechend können Sie mit ihm Ihre Surfgewohnheiten aus Ihrem Online-Verlauf ausblenden. Es handelt sich dabei um eine Funktion, die direkt im Browser integriert ist. Es spielt also keine Rolle, ob Sie PC, Mac oder Smartphone verwenden.

Was genau macht der Inkognito-Modus?

  • Der Inkognito-Modus verhindert, dass Ihr Browser Informationen darüber speichert, wonach Sie im Internet suchen.
  • Websites, die Sie im Inkognito-Modus besuchen, werden nicht in Ihrem Browserverlauf angezeigt.
  • Cookies, das sind kleine Computerdateien, die Websites über einen Seitenbesuch informieren, werden nicht gespeichert.
  • Es werden keine Seitendaten gespeichert. Wenn Sie beispielsweise bei einer Website angemeldet sind, werden Sie im Inkognito-Modus abgemeldet.
  • Informationen von Webformularen, die Sie ausfüllen, werden nicht für eine spätere Verwendung gespeichert.

All dies macht den Inkognito-Modus zu einer wirklich nützlichen Funktion zum Schutz Ihrer Privatsphäre. Wenn Sie etwa nach einem Geburtstagsgeschenk für Ihren Partner suchen, sorgt der Inkognito-Modus dafür, dass Ihr Partner nicht nachvollziehen kann, was Sie sich angesehen haben. Auch wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen Websites ständig Werbung für Produkte, nach denen Sie im Internet gesucht haben, anzeigen, ist der Inkognito-Modus sehr hilfreich. Er verhindert, dass diese Websites über Ihr Interesse an einem Artikel Bescheid wissen.

Was leistet der Inkognito-Modus nicht?

  • Jeder in Ihrem WLAN-Netzwerk kann theoretisch eine spezielle Spionagesoftware verwenden, um unabhängig vom Inkognito-Modus zu sehen, was Sie im Internet gerade tun.
  • Auch Ihr Arbeitgeber kann ähnliche Technologien benutzen, um zu sehen, was genau Sie am Arbeitsplatz tun.
  • Ihr Internetanbieter wird Ihre Online-Aktivitäten ebenfalls sehen können.
  • Auch die Websites, die Sie besuchen, können nachverfolgen, dass Sie auf ihrer Seite gewesen sind.
  • Google weiß, von wo Sie eine Website besuchen und was Sie sich auf ihr ansehen.
  • Sobald Sie sich auf einer Website anmelden, können die entsprechenden Informationen nachverfolgt werden. Wenn Sie sich also im Inkognito-Modus bei Facebook anmelden, wird aufgezeichnet, was Sie auf der Website tun - als würden Sie einen ganz normalen Browser verwenden.

Somit ist der Inkognito-Modus von Google also keine besonders gute Methode, um Ihre Privatsphäre zu schützen, da es immer noch sehr einfach ist, Ihre Internetaktivitäten nachzuverfolgen. Nützlich ist er vor allem dafür, um Websites aus Ihrem Browserverlauf herauszuhalten oder um sich auf einer Website mit mehreren Konten im selben Browser anmelden zu können.