Die Kinder und Jugendlichen von heute stehen vor ganz anderen Herausforderungen als ältere Generationen. Sie leben in einer Welt der Technologie, die ihnen sofortigen Zugang zu Menschen und Informationen auf der ganzen Welt ermöglicht. Dieselben Technologien geben ihnen jedoch auch Zugang zu potentiellen Gefahren. Da etwa das Internet auch ein Magnet für alle möglichen bedenklichen Inhalte ist, sind junge Menschen zahlreichen Bedrohungen, wie etwa Malware, ausgesetzt.

Sich im Internet zurechtzufinden, ist nicht immer ganz einfach. So kann beispielsweise das Herunterladen von Anwendungen oder Inhalten in unterschiedlichen Fällen einen Mehrwert oder eine Gefahr darstellen; während manche Downloads vollkommen akzeptabel sind, stellen sich andere als gefährliche Schadsoftware heraus.

Wie schützt man seine Kinder vor diesen Gefahren?

  • In einem ersten Schritt sollte man die Kinder fragen, was sie bereits über Computerviren wissen.
  • Machen Sie ihnen klar, dass nicht jedes unbekannte Problem auf einem PC automatisch auch ein Virus ist.
  • Geben Sie Ihre persönlichen Erfahrungen mit Viren weiter. Wenn Ihr Computer schon einmal von einem Virus infiziert wurde, können Sie erklären, dass dies zum Beispiel das Einfrieren des Bildschirms oder die Ausbreitung des Virus über Ihre E-Mail-Kontakte zur Folge hatte.
  • Diskutieren Sie mit Ihren Kindern die verschiedenen Arten von Viren wie Spyware, Adware und Trojanern.
  • Erklären Sie ihnen, dass für vollumfänglichen Schutz eine gute Antivirensoftware notwendig ist und dass man regelmäßig Virenscans und Software-Updates durchführen muss.
Sie müssen kein Computerexperte sein, um mit Ihren Kindern über Viren und deren Gefahren zu sprechen. Schon ein wenig Wissen kann einen großen Beitrag dazu leisten, ihnen die Augen zu öffnen.

Wenn Sie sich jedoch von der Vielfalt der Bedrohungen überfordert fühlen, finden Sie hier eine kurze und einfach verständliche Übersicht zu den verschiedenen Varianten von Computerviren.

Grundsätzliche Definition von Viren

  • Schadsoftwareprogramme oder -codes werden entwickelt, um einen Computer und seine Netzwerke zu zerstören, zu beschädigen, zu bestehlen oder um andere unerwünschte Aktionen auszuführen.
  • Wenn ein Computer von Malware betroffen ist, werden Daten und Software angegriffen, während die externen Komponenten des Computers unberührt bleiben. Dies kann sich in unterschiedlichem Umfang auf die Funktion des Computers auswirken, je nach Schwere des Angriffs und Art der Malware.
  • Wenn ein Virus in einer Datei – zum Beispiel einem E-Mail-Anhang – versteckt ist, bleibt der Virus inaktiv, bis der Benutzer ihn öffnet. Erst dann verbreitet sich der Virus und kann nun auch gutartige Dateien ersetzen.

Würmer

  • Würmer sind Viren grundsätzlich sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht darin, dass ein Wurm keine Datei benötigt, um ausgeführt zu werden.
  • Sowohl Würmer als auch Viren vermehren sich von selbst und verbreiten sich von System zu System. Beide verursachen dieselben Schäden.
  • Würmer sind bösartige Programme, die in ein Dokument eindringen und so das gesamte Dokument zu einem Wurm machen.

Trojaner

  • Meist fangen sich Benutzer einen Trojaner ein, indem sie ein auf den ersten Blick nützliches und unbedenkliches Softwareprogramm herunterladen und ausführen.
  • Sobald der Trojaner durch die Installation aktiviert worden ist, kann der Schaden von kleinen Irritationen bis hin zu großen Verlusten reichen.
  • Beispielsweise werden häufig Popups auf dem Bildschirm angezeigt oder Dateien gelöscht. Wirklich ernst wird es, wenn der Trojaner für den Diebstahl von Daten verwendet wird.

Spyware

  • Spyware-Programme sind so konzipiert, dass sie ohne Wissen des Benutzers von einem Computer Informationen sammeln.
  • Sie können zu Änderungen der Internet- oder Computereinstellungen führen, einen Computer verlangsamen, andere installierte Programme beeinträchtigen oder Passwörter und persönliche Daten stehlen.
  • Auch Spyware gelangt meist unwissentlich durch Softwaredownloads auf Ihren Computer.

Die Bedeutung des Antivirenschutzes

Antivirensoftware verhindert, erkennt und entfernt Viren, Würmer, Trojaner, Spyware und andere bösartige Software. Ein guter Virenschutz ist unerlässlich, um sowohl Ihre Kinder als auch Ihren Computer umfassend zu schützen.