Jeden Tag verändert sich die Welt um uns herum ein wenig, da neue Technologien genutzt werden, die uns Dinge ermöglichen, von denen wir vorher nicht einmal zu träumen wagten. Das kann eine App sein, mit der wir die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation verfolgen können oder ein Unternehmen, das einen Online-Service einführt, mit dem Kunden maßgeschneiderte Kleidung herstellen lassen können.

Manchmal erhalten wir durch Technologien auch einen Blick hinter die Kulissen von Regierungen und Militärs, wie z. B. chinesische Kampfpiloten, die sich in simulierten Luftkämpfen mit KI-gesteuerten Jets messen. Die KI-Kampfflugzeuge beginnen bereits zu gewinnen.

Überraschend ist jedoch die Tatsache, dass die Technologien, die wir heute im Alltag sehen, schon seit Jahren im Hintergrund entwickelt werden. In diesem Blogartikel wollen wir deshalb auf einige Projekte blicken, die auf bereits früher gelegten Grundlagen aufbauen und in naher Zukunft für Furore sorgen könnten.

Intelligente Ziegelsteine

Beginnen wir mit dem bescheidenen Ziegelstein, der seit tausenden von Jahren die Grundlage von Zivilisationen bildet. Im Zeitalter der Technik könnten Ziegel nun zu intelligenten Ziegeln werden. Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, Energie in Ziegelsteinen zu speichern – wie in einer Batterie. Sie behaupten, die Ziegel könnten innerhalb einer Stunde hunderttausendfach aufgeladen werden. Allerdings befindet sich diese Erfindung noch im Proof-of-Concept-Stadium. Und die Kosten für ein Haus, das mit diesen Ziegeln gebaut wird, könnten Sie erschaudern lassen.

Denkende Computer

Plattwürmer sind ungewöhnliche Insekten. Wenn man einem Plattwurm den Kopf abschlägt, wächst ihm ein weiterer nach. Schneidet man ihn in zwei Hälften, werden aus einem Wurm zwei. Bestrahlt man ihn, kann er sich selbst „reparieren“. Ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Programm konnte das Rätsel um die Regeneration des Plattwurms in weniger als zwei Tagen lösen. Dazu erstellte der Computer selbstständig eine neue, abstrakte Theorie. Sie mögen denken: „Na und?“ Aber in Bezug auf KI-Berechnungen ist dies ein riesiger Schritt nach vorn und einer, der letztendlich zur Entwicklung eines Computers führen könnte, der selbständig denken kann.

Schweißbetriebene Smartwatches

Ingenieure der Universität Glasgow haben eine neue Art von flexiblem Superkondensator entwickelt. Dieser speichert Energie, indem er die Elektrolyte, die in herkömmlichen Batterien vorkommen, durch Schweiß ersetzt. Superkondensatoren speichern Energie wie Batterien und können in einigen Geräten Batterien ersetzen. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede. Im Gegensatz zu Batterien können sie mit nur 20 Mikrolitern Flüssigkeit vollständig aufgeladen werden.

Das ist eine winzige Menge: Eine Million Mikroliter ergibt einen Liter. Das flexible Superkondensator-Gerät funktioniert, indem ein Polyester-Zellulosetuch mit einer dünnen Schicht eines Polymers beschichtet wird, das als Elektrode des Superkondensators dient. Wenn das Tuch den Schweiß des Trägers aufnimmt, interagieren die positiven und negativen Ionen des Schweißes mit der Oberfläche des Polymers und erzeugen eine elektrochemische Reaktion, die Energie erzeugt. Das gibt der Redewendung „ins Schwitzen kommen“ eine ganz neue Bedeutung.

Roboter-Blindenhunde

Ein Roboter-Blindenhund verfügt über sämtliche Funktionen eines echten Blindenhundes und programmiert schnelle und sichere Routen zu Zielen. Das Wort „Hund“ ist allerdings etwas irreführend, denn es handelt sich nicht um ein vierbeiniges Metalltier, sondern um ein tragbares und verstecktes Handgerät, das den Benutzer mit nur wenigen Eingaben durch Außenbereiche und große Innenräume führt. In diesem Sinne könnte man es auch als Fledermausführer bezeichnen, denn es funktioniert ein bisschen wie ein Fledermaus-Sonar, das dabei hilft, blind zu fliegen, ohne mit Dingen zusammenzustoßen.

Aber das Handgerät kann noch ein bisschen mehr: Mithilfe eines speziellen Kontrollmoment-Gyroskops (CMG) bewegt der „Hund“ die Hände des Benutzers und führt ihn physisch, ähnlich wie ein Blindenhund. Das Gerät verarbeitet Online-Daten, wie zum Beispiel die Verkehrsdichte oder das Wetter, in Echtzeit, um den Benutzer genau und sicher an sein Ziel zu führen. Noch im Prototypenstadium wird es zudem über ein Fail-Safe-Verfahren für risikoreiche Szenarien – wie etwa das Überqueren von stark befahrenen Straßen – verfügen, auf das der Benutzer manuell umschalten kann.

Künstliche Neuronen ersetzen kranke Bio-Schaltkreise

Künstliche Neuronen auf Siliziumchips, die sich wie echte Neuronen verhalten, bieten ein enormes Potenzial für medizinische Geräte zur Heilung von chronischen Krankheiten wie Herzversagen, Alzheimer und anderen Krankheiten mit neuronaler Degeneration. Genau wie echte Neuronen reagieren auch die künstlichen Neuronen auf elektrische Signale aus dem Nervensystem und eröffnen so die Möglichkeit, Krankheiten zu heilen, bei denen Neuronen nicht richtig funktionieren, ihre Fortsätze wie bei Rückenmarksverletzungen durchtrennt wurden oder abgestorben sind.

Theoretisch könnten die künstlichen Neuronen kranke Bio-Schaltkreise reparieren, indem sie ihre gesunde Funktion nachbilden und auf biologisches Feedback reagieren, um die Körperfunktion wiederherzustellen. Das klingt erstmal ein bisschen kompliziert für Nicht-Mediziner. Aber sehen wir uns das Beispiel Herzversagen an: Beschädigte Neuronen im Gehirn reagieren nicht richtig auf das Feedback des Nervensystems. Das bedeutet, dass sie nicht die richtigen Signale ans Herz senden, das dann nicht so stark pumpt, wie es sollte, was zu einem Herzinfarkt führt. Die Wissenschaftler sind deshalb so begeistert, weil sie glauben, dass künstliche Neuronen echte, lebende Neuronen genau imitieren könnten.

Cyber War versus Machine War

Ein Bereich neuer Technologien, der die Sicherheitslandschaft bereits heute stark beeinflusst, ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Die Fähigkeit dieser Technologien, nützliche Informationen aus großen Datenmengen zu extrahieren, hat einen großen Einfluss auf Industrie und Forschung. BullGuard etwa nutzt dynamisches, maschinelles Lernen, um Muster zu erkennen, die auf einen Cyberangriff hindeuten können. In Zukunft ist es jedoch wahrscheinlich, dass diese Technologien auch von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um Abwehrmaßnahmen zu umgehen. Das führt zu einer konstanten Dynamik zwischen Cybersicherheitsmaßnahmen und Hackern. Deshalb legt BullGuard sehr viel Wert darauf, zukünftige Angriffsmethoden bereits früh zu antizipieren.

Wenn es um Staaten geht, werden wir wahrscheinlich schon bald erleben, dass diese Art von Technologie raffinierter wird, massiv in sie investiert wird und sie schließlich dazu verwendet wird, kritische, nationale Infrastrukturen und wichtige Institutionen anzugreifen. Wird dies zu einem Krieg führen, in dem Maschine gegen Maschine kämpft? Das können wir derzeit noch nicht sagen, aber unwahrscheinlich ist es nicht. Auch wenn die Regierungen es nicht offen bekannt geben, führen Cyberangriffe bereits heute zu realen physischen Schäden, etwa wenn die Funktionen von grundlegender Infrastruktur wie Steuersystemen und Energieversorgung durch Angreifer beeinträchtigt werden. Es gibt viele angsteinflößende Szenarien und es braucht nicht viel Fantasie, um sich eine Zukunft vorzustellen, in der KI-gesteuerte Maschinen Angriffe starten.