Jedes Kind weiß, dass Multiplayer-Spiele die beste Erfindung des digitalen Zeitalters sind. Spiele wie „League of Legends“ gehören zu den wenigen Orten, in denen sich Jung und Alt vor allem zu Lockdown bedingten Schließzeiten aufhalten dürfen. Im virtuellen Land unendlicher Möglichkeiten schließen sie sich mit Freunden zusammen, um gemeinsame Abenteuer zu erleben. Dabei spielen sie gegeneinander und lernen die unterschiedlichsten Menschen aus allen Ecken der Welt kennen. Die meisten Spieler sind in Ordnung. Andere wiederum können nicht anders als zu schikanieren. Manche provozieren und beleidigen tatsächlich absichtlich, um Aufmerksamkeit zu erhalten.

Mobbing ist unangenehm und Online-Trolle können bösartig sein. Für junge und verletzliche Menschen können die Auswirkungen von Cybermobbing dabei extrem schädlich sein. Es kann einem Kind nicht nur den Spielspaß nehmen, sondern in einigen Fällen sogar zu einer Depression führen, die nicht mehr verschwindet. Einige Kinder werden von Nervosität und Angst geplagt, sobald sie sich in der Online-Welt bewegen. Im schlimmsten Fall ziehen sie sich komplett in sich zurück.

Wie kann man also mit Cybertyrannen und -trollen umgehen? Hier sind einige Ratschläge, die Eltern und Betreuer an ihre Schützlinge weitergeben können, um ihnen zu helfen, sich gegen emotionalen Missbrauch im Netz zu währen.

Reagiert nicht

Worte sind nur Worte, und wenn es sich um Cybermobbing handelt, sind es Worte auf einem Bildschirm oder verletzende Worte über das Headset. Es erfordert starke Nerven, um nicht auf persönliche Angriffe zu reagieren. Wenn man es aber schafft, bleibt der Tyrann mit seinem Unmut und seinen Gefühlen zurück. Dieser erhofft sich nämlich eine Reaktion. Wenn diese ausbleibt, hast Du ihm das Spiel verdorben und es macht ihm keinen Spaß mehr. Kurz gesagt: Bleibe nicht nur cool, sondern eiskalt und lass die Cybertyrannen in ihrer eigenen Suppe böser Absichten brodeln und schmoren.

Beschwert euch

Viele Onlinespiele können automatisch bestimmte Wörter und Ausdrücke erkennen, die die Spielmoderation dann dazu veranlassen, zu überprüfen, was vor sich geht. Wenn Du zum Beispiel jemanden als Terroristen bezeichnest, wirst Du wahrscheinlich für ein paar Wochen gesperrt. Aber einige Spiele tun das nicht. Wenn also jemand hart und heftig auftritt, angreift und Aggressionen zeigt, melde ihn. Wenn Deine Online-Freunde ebenfalls angegriffen werden, bringe auch diese dazu, den Vorfall zu melden.

Behaltet persönliche Dinge für euch

Teile niemals persönliche Daten, Deinen echten Namen, Deine Adresse, Deine Telefonnummer und all die anderen Dinge, die Dich ausmachen und die Dir gehören. Deine Offenheit kann schnell von Menschen mit bösen Absichten ausgenutzt werden.

Einfach offline geschaltet?

Einige Gamer können Deine IP-Adresse abfangen und dazu benutzen, Dich offline zu schalten. Das geht ganz einfach mit Skripten, indem die Router-Protokolle von Spielern und Spielservern eingesehen werden. Wenn das passiert, solltest Du es melden, sobald Du wieder online bist. Lass Dich aber nicht in einen Online-Streit verwickeln, denn das bringt nur noch mehr Ärger ein.

Schaltet Cybertyrannen stumm

Die meisten Spieleplattformen verfügen über Mittel zur Unterbindung von Missbrauch, zum Beispiel Chat-Filter. Diese können verwendet werden, um Beschimpfungen, die über Chat-Kanäle einströmen, zu unterbinden. Sie filtern einfach den Tyrannen heraus. Wenn Du in einem Sprachkanal belästigt wirst, schalte die Person also einfach stumm, damit Du dir den Strom von Schmähungen nicht anhören musst. Du solltest auch in der Lage sein, den Cybertyrannen auf eine Blockier-Liste zu setzen, die ihn automatisch daran hindert, Dich weiterhin zu kontaktieren.

Letztendlich haben Cybertyrannen und -trolle etwas Trauriges an sich. Sie haben in der Regel ein geringes Selbstwertgefühl und finden es toll, andere niederzumachen. Oder sie sind einfach geschädigte Menschen. Dennoch sollte niemand ein Auffangbecken für die schlechten Gefühle von jemand anderem sein. Traut euch deshalb immer, euch zu wehren und zu schützen!