Der verborgenste Ort des World Wide Web wird insbesondere mit kriminellen Aktivitäten assoziiert – das „Dark Web“. Wenn Sie sich einmal dorthin wagen und sich nach gestohlene Zugangsdaten umschauen, werden Sie feststellen, dass viele PayPal-Konten zum Verkauf stehen. Der Preis der Konten richtet sich nach der Höhe des Guthabens. Ein PayPal-Konto mit einem Guthaben von 10.000 Euro ist beispielsweise teurer als ein Konto mit einem Guthaben von 2.000 Euro. Die Verkäufer geben den Käufern auch Anweisungen, wie sie das Geld abheben können, sobald sie das Konto gekauft haben. Diese Anweisungen sind Standard, und es ist tatsächlich eher ungewöhnlich, gestohlene PayPal-Konten ohne Abhebungsanweisungen zu finden.

Natürlich haben die rechtmäßigen Besitzer keine Ahnung, dass ihr PayPal-Konto zum Verkauf steht. In den meisten Fällen werden sie es erst merken, wenn das Konto leergeräumt ist. Dies gilt auch für die unzählige Zahl von Kreditkartendaten, E-Mail-Adressen und Passwörtern, die im Dark Web gehandelt werden.

Das Besondere an PayPal-Konten ist jedoch, dass nur sehr wenig Aufwand erforderlich ist, um an das Geld zu gelangen, sobald das Konto kompromittiert wurde. Und mit schätzungsweise 392 Millionen aktiven PayPal-Kontonutzern im Jahr 2021 handelt es sich um eine reiche Ausbeute.

Wie können Sie also Ihr PayPal-Konto vor Cyberkriminellen schützen? Als Erstes müssen Sie verstehen, wie die Gauner überhaupt an Ihre Daten gelangen.

Probleme mit dem PayPal-Konto

Nicht selten erhalten PayPal-Nutzer eine E-Mail, die vorgibt, von PayPal zu stammen. In der Mail werden die Nutzer darüber informiert, dass mit ihrem Konto etwas nicht stimmt. Sie brauchen nur auf einen Link zu klicken und sich einzuloggen. Wenn es sich jedoch um einen Betrug handelt, gehen sowohl ihr Benutzername als auch ihr Passwort direkt an die Betrüger. Achten Sie deshalb auf Fehler in der Nachricht und auf Webadressen, die nicht mit der offiziellen Adresse von PayPal übereinstimmen, um diese Art von Betrug zu vermeiden.

Vorauszahlungsbetrug

Die Opfer dieses Betrugs erhalten Benachrichtigungen, dass ihnen ein bestimmter Geldbetrag zusteht, zum Beispiel eine Steuerrückzahlung, eine Erbschaft, ein Lottogewinn oder ähnliches. Um das Geld „einzufordern“, muss das Opfer nur eine kleine Vorauszahlung über PayPal leisten und möglicherweise ein Formular mit persönlichen Daten ausfüllen. Natürlich verschwindet der Absender der Nachricht nach der Zahlung, und alle persönlichen Daten, die er preisgibt, werden im Dark Web zum Verkauf angeboten oder zwischen kriminellen Gruppen gehandelt.

Wohltätigkeit und Investitionen

Bei Naturkatastrophen und anderen Ereignissen versuchen Kriminelle, aus dem Unglück anderer Kapital zu schlagen, indem sie um Spenden bitten. Auch Investitionsmöglichkeiten, die große Gewinne ohne eigenes Risiko versprechen, sind leider üblich. In beiden Fällen bitten die Betrüger um eine Spende oder Zahlung über ein PayPal-Konto. Möglicherweise verlangen sie einfach eine Zahlung oder sogar Ihre PayPal-Kontodaten, um die Zahlungen einzurichten. Bevor Sie eine solche Zahlung leisten, sollten Sie den Ruf der Organisation, die um die Zahlung bittet, daher in jedem Fall genau überprüfen.

Allgemeine Sicherheitshinweise

Achten Sie auf Warnzeichen in Nachrichten, wie grammatikalische Fehler sowie auf Nachrichten, die ein Gefühl der Dringlichkeit vermitteln. Achten Sie auch auf E-Mail-Adressen und Links, die sich von den offiziellen unterscheiden, selbst wenn es sich nur um einen Buchstaben oder eine Zahl handelt.

Vertrauen Sie Nachrichten nicht bedingungslos, sondern prüfen Sie immer ihre Legitimität. Millionen von Phishing-Mails überschwemmen jede Woche die Posteingänge in aller Welt. Vertrauen Sie nicht auf ein Angebot, das zu gut erscheint, um wahr zu sein. Es handelt sich zweifelsohne um einen Betrug.

Stellen Sie sicher, dass Sie eine bewährte Anti-Malware-Software verwenden, die Sie vor Malware schützt und auch betrügerische Webseiten aufzeigt, wie BullGuard Internet Security. Mit einem mehrschichtigen Schutz, einschließlich dynamischem, maschinellem Lernen, bietet es wertvollen Schutz online.